Der Wettstreit (Masterplot 8)
Der Wettstreit (Masterplot 8) in drei Sätzen
Der Wettstreit ist der achte der zwanzig Masterplots nach Ronald B. Tobias. Zwei im Grunde gleich starke Parteien ringen um ein einmaliges Gut, das nur einer erlangen kann. Eine unaufhaltsame Kraft trifft auf ein unverrückbares Hindernis - und die Machtkurve zwischen beiden kippt im Verlauf hin und her.
Was ist der Wettstreit?
Der Wettstreit ist der achte der zwanzig Masterplots nach Ronald B. Tobias. Zwei Parteien ringen um ein Gut, das nur einer bekommen kann. Das Entscheidende steht schon im Aufbau: Beide sind ebenbürtig. Eine unaufhaltsame Kraft trifft auf ein unverrückbares Hindernis, und genau weil keiner offensichtlich überlegen ist, bleibt der Ausgang bis zuletzt offen. So sauber, wie das hier steht, war mein eigener Weg zu diesem Plot nicht. Den Wettstreit habe ich mir ausführlich vorgenommen.
Wie sich der Wettstreit entfaltet
Tobias denkt den Plot entlang einer Machtkurve. Zuerst entbrennt der Konflikt, und meist gewinnt der Antagonist die erste Runde und drückt den Helden nach unten. Salieri intrigiert in Amadeus gegen den überlegenen Mozart. Dann die Umkehr: Ein Ereignis bringt den Helden aus der Schwäche zurück, er sammelt Verbündete, Mittel oder Einsicht, und die Kräfte gleichen sich wieder an. Zuletzt die finale Konfrontation, in der beide auf Augenhöhe gegeneinander antreten und sich entscheidet, welche Kraft sich behauptet. Danach wird die Ordnung wiederhergestellt.
Woran ich den Wettstreit erkenne
Die Prüfung ist die Waage. Sind beide Seiten stark genug, dass ich selbst nicht weiß, wer gewinnt, habe ich einen Wettstreit. Kippt die Waage von Beginn an klar zu einer Seite, erzähle ich den Chancenlosen. Für eine fesselnde Geschichte sorge ich dafür, dass die Machtkurve mindestens einmal sichtbar umschlägt. Ein Wettstreit, der nur in eine Richtung läuft, ist langweilig.
Verwandte Begriffe
Masterplot · Der Chancenlose · Der Wettstreit im Detail (Pillar) · Ungleiche Augenhöhe · Spannungsbogen