Glossar Storytelling Stand:

Die Liebe (Masterplot 14)

Die Liebe (Masterplot 14) in drei Sätzen

Die Liebe ist der vierzehnte der zwanzig Masterplots nach Ronald B. Tobias. Zwei meist sehr unterschiedliche Menschen finden zueinander, werden durch Umstände oder einen Antagonisten getrennt und vereinen sich wieder. Tobias betont: Entscheidend ist nicht das glückliche Ende, sondern dass die Liebe getestet und verdient wurde.

Was ist die Liebe?

Die Liebe ist der vierzehnte der zwanzig Masterplots nach Ronald B. Tobias und der meisterzählte überhaupt. Zwei Menschen finden zueinander, meist gerade die, die schlecht zusammenpassen. Wären sie von Anfang an ein perfektes Paar, gäbe es nichts zu erzählen. Elizabeth und Mr. Darcy stoßen in Stolz und Vorurteil erst einmal voller Vorurteile aufeinander, und genau die Reibung trägt die Geschichte.

Der häufige Irrtum ist, die Liebe brauche ein Happy End. Tobias sagt etwas anderes: Sie muss geprüft und verdient sein. Ob am Ende Hochzeit oder Grab steht, ist zweitrangig.

Wie sich die Liebe entfaltet

Drei Bewegungen. Zuerst finden die Liebenden sich, verpflichten sich einander, und dann trennt sie etwas: ein Umstand oder die Tat eines Antagonisten. Dann die Trennung, das Herzstück, in der der aktivere der beiden die Wiedervereinigung vorantreibt. Die ersten Versuche scheitern, neue Hindernisse türmen sich auf, Missverständnisse und Schranken stellen sich quer. Zuletzt die Vereinigung, in welcher der aktive Liebende einen Weg durch alle Hindernisse findet und die erprobte Liebe gestärkt aus der Prüfung hervorgeht.

Woran ich die Liebe erkenne

Das Kennzeichen ist die verdiente Verbindung. Eine Liebe, die ohne Widerstand zustande kommt, lässt den Leser kalt. Ich frage mich deshalb immer: Wogegen muss diese Liebe bestehen? Stellen sich Gesellschaft und Norm grundsätzlich gegen das Paar, erzähle ich die verbotene Liebe, ihre schärfere Schwester.

Verwandte Begriffe

Masterplot · Verbotene Liebe · Geteilte Verletzlichkeit · Wachsendes Vertrauen auf der Probe · Spannungsbogen