Die Rettung (Masterplot 4)
Die Rettung (Masterplot 4) in drei Sätzen
Die Rettung ist der vierte der zwanzig Masterplots nach Ronald B. Tobias. Jemand wird gefangen gehalten, und der Held macht sich auf, ihn zu befreien. Aus dem Dreieck von Retter, Antagonist und Opfer entsteht die Dynamik - oft mit der reizvollen Wendung, dass das Opfer gar nicht gerettet werden will.
Was ist die Rettung?
Die Rettung ist der vierte der zwanzig Masterplots nach Ronald B. Tobias. Jemand wird gefangen gehalten, und der Held macht sich auf, ihn zurückzuholen. Das Eigentliche an diesem Plot ist nicht der Gefangene, sondern das Dreieck: Retter, Antagonist, Opfer. Aus diesen drei Ecken spannt sich die ganze Dynamik, und sie läuft fast immer auf ein Duell zwischen Held und Gegner zu.
Die moralische Welt ist hier bewusst in Schwarz und Weiß gehalten. Prinzessin Leia gehört befreit, das Imperium gehört geschlagen. Diese Klarheit ist kein Mangel, sie ist der Treibstoff.
Wie sich die Rettung entfaltet
Drei Bewegungen. Zuerst die Trennung: Der Antagonist reißt das Opfer vom Helden los, entführt, verschleppt, raubt es. Buttercup wird in der Brautprinzessin entführt, und der Held muss hinaus in die Welt. Dann die Verfolgung des Antagonisten, eine Phase, die dem Gegner gehört. Er kontrolliert das Tempo, häuft Fallen und Tricks an, und der Held kämpft sich Schritt für Schritt durch. Zuletzt die Konfrontation, der direkte Zusammenprall von Gut und Böse. Hier wird das Opfer befreit oder geht verloren, und der Held gewinnt die Oberhand zurück.
Woran ich die Rettung erkenne
Drei Rollen, nicht zwei. Fehlt das Opfer als eigene dramatische Größe, bleibt eine reine Verfolgung übrig. Befreit sich der Gefangene selbst, ist es eine Flucht. Die schönste Wendung schenkt mir das Opfer, das gar nicht gerettet werden will. Damit kippt das saubere Schwarz-Weiß, und plötzlich wird die Rettung eine Frage statt einer Selbstverständlichkeit.
Verwandte Begriffe
Masterplot · Die Flucht · Die Verfolgung · Opfer bringen · Spannungsbogen