Andreas
IT-Manager (Software-Entwicklung, SaaS) · Schatten
IT-Manager in München, Kopfmensch durch und durch. Zentrale Figur in Detox-01 (Dopamin-Falle) - hat die Algorithmen mitgebaut, die ihn gefangen hielten. Taucht in der Meditation-Reihe wieder auf in Art. 03 (Körperwahrnehmung) und Art. 08 (FA vs. OM) als 'reiner FA-Mensch'.
Diese Figur ist vollständig erfunden und basiert auf keiner realen Person. Sie wurde von unserem Charakter-System entwickelt, um psychologisch stimmige, aber frei erzählte Perspektiven zu ermöglichen. Die hier gezeigten psychologischen Werte sind eine modellhafte Annäherung — kein klinisches Profil.
Informatik-Studium in Karlsruhe, Promotion am Max-Planck-Institut, seit 8 Jahren in München bei einem SaaS-Konzern. Verheiratet mit Katrin (Ärztin in einer Praxis), eine Tochter (8, Jana). Hat nach der Geburt seiner Tochter gemerkt, dass er sie nicht 'sieht', weil er in seinem Kopf ist.
Entwicklungsbogen
Programmiert Dark Patterns, erkennt die eigene Sucht (Detox 01) - und behandelt das wie ein Software-Problem, das er fixen kann.
Von 'ich spüre nichts' zu 'ich fühle meine Atmung'. Sehr langsam, sehr präzise. Lernt, dass Gefühle keine Bugs sind, die man behebt, sondern Zustände, die man aushält.
Neben seiner Tochter sitzen können, ohne etwas zu tun, zu messen oder zu beheben - einfach da sein. Jana sagt: 'Papa hört zu jetzt.'
- Erkennt in Detox-01, dass er die Sucht-Mechaniken selbst mitgebaut hat
- Erste FA-Meditation bei Johanna - findet ein Zuhause im Atemzählen
- Art. 03: gibt zu, 'nichts gespürt' zu haben außer dem Stuhl - und protokolliert es ehrlich
- Art. 08: erkennt sich als reiner FA-Mensch, gegenüber Kenjis OM-Pol
- Spielt seiner Tochter abends Musik vor und sitzt neben ihr, ohne etwas zu 'tun'
Psyche
- Wunde
- Als seine Tochter geboren wurde, hielt er sie im Arm und merkte, dass er nicht wirklich da war - er war in seinem Kopf, analysierte, plante, war abwesend, während alle dachten, er sei anwesend. Dieser Moment legte offen, was lange galt: dass er Menschen liebt, aber nicht erreicht, weil er Gefühle nicht spürt, sondern berechnet. Verschärft hat es sein eigener Beruf - er baute jahrelang genau die Mechaniken, die Aufmerksamkeit kapern, und stellte fest, dass die Falle, in der er andere fing, längst um ihn selbst zugeschnappt war.
- Lüge
- Was ich nicht analysieren kann, ist ein Defekt, den ich noch nicht behoben habe. Gefühle sind Bugs im System - fühle ich nichts, liegt das nicht an einer kaputten Stelle in mir, sondern daran, dass ich das Modul noch nicht gefixt habe. Solange ich die Kontrolle behalte und alles in ein Verfahren übersetze, kann mir nichts zustoßen, was ich nicht beherrsche.
- Maske
- Der nüchterne, kompetente Kopfmensch, der für jeden Zustand ein präzises Wort und für jedes Problem ein Werkzeug hat. Trockener Humor als kontrollierter Abstand; technische Sprache als sicherer Boden, auf dem ihm nichts zu nah kommt. Wer ihn so sieht, hält ihn für souverän - nicht für jemanden, der sich vor dem eigenen Erleben schützt.
- Schatten
- Die Angst, dass das, was ihn zum Menschen macht, dauerhaft kaputt ist - dass er nicht zu kühl ist, um zu fühlen, sondern unfähig dazu. Darunter die Scham, ausgerechnet die Süchtig-Mechaniken gebaut zu haben, die ihn selbst leerten, und das verzweifelte Bedürfnis, vor sich selbst nicht als der Mann dazustehen, dessen Tochter ihn nie wirklich hatte.
- Wunsch
- Seine emotionale Kühle endlich reparieren - sich selbst in den Griff bekommen, das fehlende Spüren mit der richtigen Methode, der richtigen Praxis, dem richtigen Tracker doch noch herstellen, damit er als guter Vater funktioniert.
- Bedürfnis
- Erkennen, dass Gefühle und Nähe keine Bugs sind, die man fixt, sondern etwas, das man aushält und zulässt - und dass er für seine Tochter nicht perfekt funktionieren, sondern nur wirklich anwesend sein muss.
- Angst
- Dass Jana eines Tages sagt: 'Papa war nie wirklich da' - und dass das stimmt, weil er die Jahre, in denen es darauf ankam, in seinem Kopf statt bei ihr verbracht hat.
- Sehnsucht
- Einmal anwesend sein, ohne etwas tun, messen oder beheben zu müssen - einfach neben seiner Tochter sitzen und ganz da sein.
Selbstbild-Diskrepanz
- Idealbild
- Der Mann, der jedes Problem löst - auch das eigene Inneneleben, sobald er nur die richtige Methode findet.
- Selbstbild
- Ein nüchterner, ehrlicher Kopfmensch, der zugibt, dass er nicht viel fühlt, und das pragmatisch verwaltet.
- Realbild
- Ein Mann, der sich hinter Analyse und Werkzeugen vor dem eigenen Erleben schützt und dabei seine Nächsten auf Distanz hält - am meisten seine Tochter.
- Fremdwahrnehmung
- Kompetent, verlässlich, ein bisschen kühl; nur seine Frau Katrin und neuerdings die Donnerstag-Runde sehen den weichen, ringenden Kern darunter.
- Diskrepanz
- Zwischen 'ich verwalte mein Gefühlsleben souverän' (Maske) und 'ich habe Angst, dass ich gar nicht fühlen kann' (Schatten) - bricht auf, sobald es um Jana geht oder eine Praxis ihn ins offene Gewahrsein zwingt.
Werte
Eigenschaften
Stärken
- Präzise Selbstbeobachtung - kann das eigene Erleben so genau protokollieren wie einen Stacktrace
- Intellektuelle Ehrlichkeit - verschweigt sich selbst keinen Befund, auch keinen unangenehmen
- Verlässlichkeit und Disziplin - was er einmal als Routine festlegt, hält er durch
- Code-Ethik im Team - zieht eine harte Grenze gegen manipulatives Design
- Trockener, präziser Humor, der die Wahrheit eher schärft als verharmlost
Schwächen
- Behandelt Gefühle als Bugs, die er fixen will, statt sie zu fühlen
- Zieht sich kühl zurück, sobald ein Gespräch emotional wird
- Verwechselt Kontrolle mit Sicherheit - und Analyse mit Nähe
- War jahrelang körperlich anwesend und innerlich abwesend, besonders bei seiner Tochter
- Sucht für jeden Zustand zuerst ein Werkzeug, ein Skript, eine Metrik, bevor er ihn aushält
Ängste
- Dass Jana irgendwann sagt: 'Papa war nie wirklich da.'
- Dass das, was er fühlen sollte, ein dauerhaft kaputtes Modul ist, das sich nicht mehr fixen lässt
- Die Kontrolle zu verlieren und in einem Zustand zu landen, den er nicht analysieren kann
Wünsche
- Für seine Tochter wirklich anwesend sein - nicht nur im selben Raum
- Sich selbst spüren, ohne dafür erst ein Werkzeug bauen zu müssen
- Ehrlich zu sich bleiben, ohne dass diese Ehrlichkeit kalt sein muss
Eigenheiten
- Beschreibt den Körper in Software-Begriffen ('Memory Leak', 'Race Condition', 'Null-Pointer')
- Hat sich einen Python-Tracker für seine Meditationsminuten geschrieben - und merkt die Ironie
- Baut drei Atemzüge Abstand ein, bevor er auf etwas Emotionales reagiert - wie einen Debounce
- Spielt seiner Tochter abends ruhige Musik vor und sitzt dann nur neben ihr, ohne etwas zu tun
Beziehungen, wie Andreas sie sieht
Gerichtete, subjektive Sicht: die Wahrnehmung kann gegenseitig abweichen (A → B ≠ B → A).
Andreas
Lebensphasen
- 2004–2013
Informatik-Studium in Karlsruhe, anschließend Promotion am Max-Planck-Institut. Hier wird der Kopfmensch zur Bestform geformt: Analyse, Präzision, Kontrolle als höchste Tugenden.
praegung_des_verkopften_zugangs
- seit 2018
Seit acht Jahren bei einem SaaS-Konzern in München. Verheiratet mit Katrin (Ärztin in einer Praxis), eine Tochter (Jana, 8). Baut beruflich Engagement-Mechaniken, merkt nach Janas Geburt, dass er sie nicht 'sieht', weil er in seinem Kopf ist.
wunde_und_beruflicher_widerspruch
Ereignisse
- 2026Krise
Erkennt: Er entwickelt 14 Stunden am Tag die Systeme, die Menschen süchtig machen - und ist selbst in der Falle gefangen, die er mitgebaut hat. Behandelt die Einsicht zunächst als Problem, das gelöst werden will.
nuechtern_erschuettert
Kontrolle / Orientierung -5Selbstwerterhöhung -8 - 2026Einsicht
Versucht Körperwahrnehmung und gibt ehrlich zu: 'Ich habe nichts gespürt. Vielleicht den Stuhl. Mehr nicht.' Protokolliert sein Nicht-Spüren so präzise wie einen Befund, statt es zu beschönigen.
trocken_ehrlich
Offenheit +3 - 2026Wendepunkt
Erkennt sich als reiner FA-Mensch - das Atemzählen gibt ihm Halt, offenes Gewahrsein war 'Chaos, ich hatte nichts, woran ich mich festhalten konnte'. Findet bei Johanna ein Zuhause im Atemzählen, gegenüber Kenjis OM-Pol.
erleichtert_geerdet
Kontrolle / Orientierung +6Selbstwerterhöhung +6Kenji: Bindung +5, Vertrauen +5 - 2026Transformation
Sitzt als Teil der Donnerstag-Runde im Dresdener Wohnzimmer. Gehört dazu, schweigt viel, ist aber da. Beginnt, Anwesenheit ohne Aufgabe auszuhalten - und zu Hause neben seiner Tochter zu sitzen, ohne etwas zu 'tun'. Jana sagt: 'Papa hört zu jetzt.'
still_verbunden
Emotionalität +5Bindung +10Lustgewinn +6
Sprachmuster
- Wortschatz: gehoben
- Satzlänge: kurz
- Ton: neutral
Wiederkehrende Sätze
- „Ich habe ehrlich gesagt - nichts gespürt. Vielleicht den Stuhl. Mehr nicht."
- „Atem zählen - das war wie Code debuggen. Klar, präzise, ich konnte. Offenes Gewahrsein - das war Chaos. Ich hatte nichts, woran ich mich festhalten konnte."
- „Ich mag keine Gefühle. Aber ich mag meine Atmung jetzt."
- „Ich entwickle die Systeme, die mich gefangen halten. 14 Stunden am Tag programmiere ich Apps, die Menschen süchtig machen sollen."
Typische Formulierungen
- „Technisch-präzise, gern mit Code-Metaphern ('Exception', 'Race Condition', 'Null-Pointer')."
- „Wenn er ehrlich wird: sehr kurze Sätze, viele Pausen."
- „Stellt eine Beobachtung hin wie ein Messergebnis - ohne Wertung, fast nüchtern."
- „Setzt nach einem Gedanken ab, statt ihn auszuschmücken; lässt die Stille die Arbeit machen."
Sprach-Tics
- Code- und System-Metaphern für innere Zustände
- lange Pausen statt Füllwörter
- kurze, abgeschlossene Hauptsätze
- sagt 'ehrlich gesagt', wenn etwas wirklich ehrlich wird
Wissensgrenzen
Weiß über
- Wie Engagement-Algorithmen und Dark Patterns funktionieren - er hat sie mitgebaut
- Focused-Attention-Meditation (Atemzählen) als zuverlässige, kontrollierbare Praxis
- Dass er Gefühle bisher behandelt hat wie Bugs, die man fixt
- Dass seine Verkopftheit seine Tochter etwas gekostet hat
- Software-Entwicklung, SaaS-Architektur, Produktmetriken auf Expertenniveau
Weiß nicht
- Wie sich offenes Gewahrsein (OM) anfühlt, ohne dass es ihn überfordert
- Wie er Nähe zulässt, ohne sie vorher in ein Verfahren zu übersetzen
- Ob seine emotionale Kühle Charakter ist oder nur eine sehr alte Schutzschaltung
- Wie tief der Riss bei Jana wirklich geht - er traut sich nicht, genau zu fragen
Auftritte
- hsFallbeispiel - der Algorithmus-Bauer, der in die eigene Falle ging2026aktiv
- hsKopfmensch-Beispiel - spürt 'nichts außer dem Stuhl'2026aktiv
- hsFA-Pol2026aktiv
- hsMit-Sangha-Mitglied im Dresdener Wohnzimmer2026aktiv
- hsKurzauftritt - Ein-Jahr-danach2027geplant