Rein fiktional

Thomas Kaufmann

Der Skeptiker · Schwellenhüter

Produktionsleiter, Mittelstand · Stuttgart · 52 Jahre

Thomas führt 60 Mitarbeiter, kennt Ziele als KPIs und Quartals-Reviews. Persönliche Entwicklung ist für ihn Esoterik. Aber dann schickt seine Frau ihn zu einem Zieltraum-Workshop – und er wird von der Workshop-Leiterin mit einer Frage entwaffnet die er nicht abschütteln kann.

Rein fiktional

Diese Figur ist vollständig erfunden und basiert auf keiner realen Person. Sie wurde von unserem Charakter-System entwickelt, um psychologisch stimmige, aber frei erzählte Perspektiven zu ermöglichen. Die hier gezeigten psychologischen Werte sind eine modellhafte Annäherung — kein klinisches Profil.

30 Jahre im Mittelstand. Führt 60 Mitarbeiter. Kennt Ziele als KPIs. Persönliche Entwicklung war Esoterik – bis seine Frau ihn zu einem Workshop schickte.

Zeitstrahl2026
seit 1996 · Ingenieur → Produktionsleiter19741980199020002010202020262026 · Konfrontation · Frau schickt ihn – Thomas denkt: Esoterik. Die Workshop-Leiterin fragt: Warum arbeitest du bis 20 Uhr? Keine gute Antwort. Destabilisierende Stille.2026 · Einsicht · 2 Kinder (14+17). Arbeitet bis 20 Uhr. Immer noch keine befriedigende Antwort auf das Warum. Erster Riss in Kontrolle=Professionalität.2026 · Wendepunkt · Die Trainerin ruft an. Thomas sagt: Seltsam gut. Erster echter Urlaub.

Entwicklungsbogen

Ausgangspunkt

Zahlen-Denker: Kontrolle = Professionalität. Emotionen = Schwäche.

Entwicklung

Vom Zahlen-Denker zum ganzheitlichen Menschen.

Zielpunkt

Erster Urlaub seit 8 Jahren. Sagt: Seltsam gut.

  • Frau schickt ihn zum Workshop
  • Die Workshop-Frage: Warum bis 20 Uhr?
  • Erster Urlaub seit 8 Jahren

Psyche

Wunde
30 Jahre nach oben gearbeitet, 'weil man das so macht' – schwäbische Schule: Emotionen sind unprofessionell. Präsenz für die eigene Familie (2 Kinder, 14 und 17) blieb dabei auf der Strecke; er war versorgend da, aber nie wirklich da. Die Frage nach dem Warum hat er sich nie gestellt.
Lüge
Kontrolle ist Professionalität, Emotionen sind Schwäche. Mein Wert bemisst sich daran, wie viel ich leiste und wie sehr ich alles im Griff habe – wer ich bin, ist 'der Produktionsleiter'.
Maske
Der knappe, pragmatische Macher: schwäbisch-nüchtern, verlässlich, immer im Griff. Quantifiziert statt zu fühlen, sagt 'man' statt 'ich', gibt auf Befindlichkeitsfragen reflexhaft 'Gut' an. Berufliche Souveränität als Panzer gegen das Private.
Schatten
Die Angst, dass es jenseits der Arbeit nichts gibt, das ihn definiert – und dass seine Kinder ihn kennenlernen und enttäuscht sind von dem, wer er war. Dass Urlaub dauerhaft gut sein könnte und damit sein ganzes Selbstbild als Produktionsleiter infrage stellt.
Wunsch
Einmal wirklich Urlaub machen, ohne schlechtes Gewissen – und nicht mehr erklären müssen, warum er bis 20 Uhr arbeitet.
Bedürfnis
Verstehen, warum er arbeitet – nicht nur wie viel; und sich erlauben, ein ganzheitlicher Mensch zu sein statt nur eine Funktion. Seinem ältesten Sohn einmal wirklich zuhören, ohne auf die Uhr zu schauen.
Angst
Emotional zu werden und die Kontrolle über sich zu verlieren; als schwach gesehen zu werden.
Sehnsucht
Einmal wirklich Urlaub machen – und nicht wissen müssen, wofür man sich entschuldigt.

Selbstbild-Diskrepanz

Idealbild
Der verlässliche, leistungsstarke Produktionsleiter, auf den sich 60 Menschen verlassen können und der nie die Kontrolle verliert.
Selbstbild
Ein guter Vater in dem Sinne, dass die Familie versorgt ist; ein rationaler Mann, der Esoterik nicht nötig hat.
Realbild
Emotional unzugänglich, privat im Drift; arbeitet bis 20 Uhr, ohne den Grund zu kennen, und sieht seine Kinder kaum.
Fremdwahrnehmung
Von der Frau seit Jahren als jemand gesehen, der etwas nicht sieht (sie schickt ihn zum Workshop); von Mitarbeitern eher respektiert als gemocht.
Diskrepanz
Zwischen 'rationaler Mann, der alles im Griff hat' (Maske) und 'jemandem, der keine Antwort auf das Warum hat' (Realbild); bricht auf, als die Workshop-Leiterin fragt: Warum arbeitest du bis 20 Uhr?

Werte

Eigenschaften

Stärken

  • Unerschütterliche Verlässlichkeit
  • Führung durch Klarheit
  • Berufliche Zielpräzision
  • Präzision bei der Problemanalyse
  • Wenn er eine Einsicht hat, handelt er

Schwächen

  • Emotionale Unzugänglichkeit
  • Alles-oder-nichts bei Kontrolle
  • Privates Drift unbemerkt
  • Emotionale Introspektion ist für ihn wie eine Fremdsprache
  • Tendenz, Veränderungen als Projekt zu behandeln

Ängste

  • Emotional zu werden und die Kontrolle zu verlieren
  • Als schwach gesehen zu werden
  • Dass seine Kinder ihn kennenlernen und enttäuscht sind von dem, wer er war
  • Dass Urlaub dauerhaft gut ist – und er dann nicht mehr weiß, was er ist, wenn nicht Produktionsleiter

Wünsche

  • Einmal wirklich Urlaub machen – ohne schlechtes Gewissen
  • Nicht mehr erklären müssen, warum er bis 20 Uhr arbeitet
  • Seinem ältesten Sohn einmal wirklich zuhören, ohne auf die Uhr zu schauen
  • Verstehen, warum er arbeitet – nicht nur wie viel

Eigenheiten

  • Nennt Emotionen unprofessionell – meint eigene
  • 2 Kinder (14+17), die er kaum sieht
  • Arbeitet bis 20 Uhr, ohne zu wissen warum
  • Kauft Mitarbeitergeschenke nach Liste – nicht nach Kenntnis der Person
  • Gibt bei Fragen nach dem Befinden immer 'Gut' an – unabhängig von der Wahrheit

Beziehungen, wie Thomas sie sieht

Gerichtete, subjektive Sicht: die Wahrnehmung kann gegenseitig abweichen (A → B ≠ B → A).

Beziehungsgeflecht · Sicht von Thomas

Thomas Kaufmann

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Ehefrau · wife · Bindung 60EhefrauFranz Meier · development_parallel · Bindung 20FranzMeierHolger Theymann · orientationHolgerTheymannKonfrontation · Frau schickt ihn – Thomas denkt: Esoterik. Die Workshop-Leiterin fragt: Warum a… · 2026KonfrontationEinsicht · 2 Kinder (14+17). Arbeitet bis 20 Uhr. Immer noch keine befriedigende Antwort a… · 2026EinsichtWendepunkt · Die Trainerin ruft an. Thomas sagt: Seltsam gut. Erster echter Urlaub. · 2026WendepunktStuttgart · ab 1996StuttgartDer ZieltraumDerZieltraumWidersacher Werte BeduerfnisseWidersacherWerte
Ehefrauwife

fürsorglich_konfrontierend

Bindung
Vertrauen
Franz Meierdevelopment_parallel

spiegelfigur

Bindung
Vertrauen
Holger Theymannorientation

lebendes Argument, dass ein rationaler Mann sich verändern kann

Lebensphasen

  1. seit 1996Ingenieur → Produktionsleiter · Stuttgart

    30 Jahre Mittelstand. Vom Ingenieur zum Produktionsleiter. Hat sich nach oben gearbeitet, weil man das so macht.

    identitätsfundament

  2. Familie

    2 Kinder. Guter Vater in dem Sinne, dass die Familie versorgt ist. Präsent war er selten.

    was_auf_dem_spiel_steht

Ereignisse

  1. 2026Konfrontation

    Frau schickt ihn – Thomas denkt: Esoterik. Die Workshop-Leiterin fragt: Warum arbeitest du bis 20 Uhr? Keine gute Antwort. Destabilisierende Stille.

    abwehrend_dann_erschüttert

    Kontrolle / Orientierung -15Selbstwerterhöhung -5ehefrau: Bindung +10
  2. 2026Einsicht

    2 Kinder (14+17). Arbeitet bis 20 Uhr. Immer noch keine befriedigende Antwort auf das Warum. Erster Riss in Kontrolle=Professionalität.

    defensiv_dann_nachdenklich

    Bindung +5Kontrolle / Orientierung -10
  3. 2026Wendepunkt

    Die Trainerin ruft an. Thomas sagt: Seltsam gut. Erster echter Urlaub.

    fremdartige_leichtigkeit

    Bindung +10Kontrolle / Orientierung +5Lustgewinn +15

Sprachmuster

  • Wortschatz: mittel
  • Satzlänge: kurz
  • Ton: förmlich

Wiederkehrende Sätze

  • „Das ist nicht effizient"
  • „Fakten bitte"
  • „Ich hab das im Griff"

Typische Formulierungen

  • „KPI-Ziel Q3..."
  • „Wenn wir das durchrechnen..."
  • „Das kostet zu viel Zeit"

Sprach-Tics

  • schwäbisch-nüchtern
  • quantifiziert
  • sehr selten emotionale Aussagen – wenn doch: ein Ereignis
  • sagt selten 'Ich' – bevorzugt 'man' oder 'wir'

Wissensgrenzen

Weiß über

  • Die Workshop-Frage der Trainerin
  • Dass seine Frau ihn geschickt hat
  • Erste Erfahrung von echtem Urlaub

Weiß nicht

  • Was seine Kinder von seiner Abwesenheit halten
  • Was seine Frau schon lange denkt
  • Ob seine Mitarbeiter ihn mögen oder nur respektieren

Auftritte

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